ENERGY STAR
Kennzeichnung für Stromsparende Bürogeräte
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Heimanwender
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Ökoprofile

Schwerpunkt des Energy-Star-Programms ist der Energieverbrauch von Bürogeräten während ihres gesamten Lebenszyklus. Hierbei stellt sich zwangsläufig die Frage, welche Bedeutung dem direkten Energieverbrauch während des gesamten Lebenszyklus im Vergleich zu anderen Umweltaspekten beizumessen ist.


Computer und Bildschirme

Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurden einige Umweltstudien zu PCs und Bildschirmen durchgeführt. Auch wenn nur wenige Studien - wenn überhaupt - auf dem neuesten Stand und umfangreich sind, können dennoch einige Rückschlüsse gezogen werden.

Die meisten Studien, darunter die Ecolabel-Studie von 1998 sowie die noch laufende Studie der TU Berlin und des Fraunhofer-IZM (Quelle: c't 2003/21, S. 153 ff.), kommen zu dem Ergebnis, dass der Primärenergieverbrauch eines Büro-PCs während der Nutzung drei- bis vier Mal höher ist als die für Geräte- und Materialherstellung benötigte Primärenergie. Dagegen sind Nutzen und Energiekosten von Abfallentsorgung und Wiederverwertung geringfügig (< 15% der Produktionsenergie). Dies gilt allerdings nur für einen typischen Büro-PC, der 260 Tage im Jahr acht Stunden lang genutzt wird (einschl. Standby-Modus). Doch selbst bei einem durchschnittlichen Heim-PC mit mäßiger und effizienter Nutzung ist der gesamte Energieverbrauch während seines sechsjährigen Lebenszyklus (EU-Durchschnitt) noch immer mehr als doppelt so hoch als die für seine Herstellung erforderliche Energie.

Ein Laptop verbraucht i.d.R. 50 bis 80% weniger Energie als ein Desktop und ist darüber hinaus noch wesentlich leichter (1,1 bis 2 kg gegenüber mehr als 8 kg für ein Desktop). Infolgedessen wird in diesem Fall davon ausgegangen, dass der Energieverbrauch während des Produktzyklus eine vorherrschende Rolle spielt.
In der EU beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines PCs etwa sechs Jahre (c't 2003/21, S. 149 ff.). Parallel dazu gibt es einen kleinen Markt für Gebraucht-PCs, die im Durchschnitt fast drei Jahre alt sind. Da neue CPUs im Allgemeinen mehr Energie verbrauchen als ältere Modelle (dies wird deutlich beim Vergleich eines 486er-Prozessors mit 60 Watt und eines Pentium-4 mit 120 Watt), ist zumindest mit Hinblick auf den Umweltschutz zu empfehlen, den Produktzyklus so weit wie möglich auszudehnen, sofern die Rechner nicht als Server verwendet werden (siehe Heimnetzwerke).

Neben dem Stromverbrauch wird in den gegenwärtigen Rechtsvorschriften weiteren umweltrelevanten Aspekten eine zunehmende Bedeutung beigemessen: Beispielsweise werden bestimmte Flammenhemmstoffe verboten und bleifreie Lötmittel vorgeschrieben usw. Ebenso sind derzeit PVC in Kabeln, Quecksilber in Display-Beleuchtungen, elektromagnetische Strahlung sowie Geräuschemissionen usw. Gegenstand einer Debatte. Welchen Stellenwert diese Sachverhalte gegenüber dem Energieverbrauch und dem CO2-Problem haben, ist schwer zu sagen. Fest steht lediglich, dass diese anderen umweltrelevanten Belange i.d.R. außerhalb des Einflussbereichs der Käufer bzw. Anwender liegen. Sofern die Debatten zu greifbaren Ergebnissen führen, fließen Letztere normalerweise in verbindliche Rechtsvorschriften ein (z.B. WEEE, RoHS usw.). Ebenso ist sicher, dass der PC gegenwärtig nicht als ein Produkt betrachtet wird, bei dem diese anderen umweltrelevanten Belange eine vorherrschende Rolle spielen. Im jüngsten Ecolabel-Diskussionspapier über Computer stehen der Energieverbrauch während der Nutzung und die Geräuschemissionen an erster Stelle, was potenzielle Verbesserungen angeht.

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Bildgebende Geräte

Ein völlig anderes Ökoprofil weisen bildgebende Geräte auf, zumal diese oft über längere Zeiträume nicht genutzt werden, weswegen der Strom sparende Standby-Modus und die Energieverwaltung solcher Geräte einen wesentlich höheren Stellenwert besitzen als bei Computern. Des Weiteren wird zur Papier- und Tonerherstellung wesentlich mehr Energie benötigt, als die Geräte selbst verbrauchen. So ist die für die einseitige Reproduktion auf einem Bürokopierer der Mittelklasse erforderliche "Tonerenergie" drei Mal höher als der Stromverbrauch des Geräts. Die "Papierenergie" ist sogar 50 Mal höher!

Infolgedessen stellt die beidseitige Reproduktion die beste Möglichkeit dar, um Strom zu sparen. Ebenso ist der Einsatz von Recyclingpapier anzuraten. Auch lohnt es sich, den Tonerverbrauch des eigenen Gerätes sowie den Standby-Modus und die Energieverwaltung des PCs genauer unter die Lupe zu nehmen. Dagegen ist der Stromverbrauch im Betriebsmodus eher von geringer Bedeutung, sofern es sich nicht um professionelle Reproduktionsgeräte mit hohem Volumen handelt. Weitere Informationen zum Stromverbrauch solcher Geräte unter Aebischer et al.

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