Büronetzwerke und USV
Strom sparende Büronetzwerke
Dedizierte, permanent eingeschaltete Server und Notstromsysteme sind große Stromfresser. Ihre Verwendung sollte nach Möglichkeit vermieden oder eingeschränkt werden.
Bei den meisten dedizierten Office-Servern sind die Energieverwaltungsfunktionen trotz längerer Inaktivität häufig deaktiviert. Bei einem Server mit Dual-Prozessor für eine kleine bzw. mittelgroße Arbeitsgruppe führt dies normalerweise zu einem ständigen Stromverbrauch von 200 Watt, zu dem noch einmal mindestens 25 Watt für eine separate unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) hinzukommen; insgesamt beläuft sich damit der Stromverbrauch auf über 2000 kWh pro Jahr. Ist im Raum zudem eine Klimaanlage installiert, erhöht sich der Stromverbrauch noch einmal um 300-400 kWh jährlich. Damit benötigt dieser Server insgesamt genauso viel Energie wie 10 Desktop-PCs bzw. 30. Laptops. Mit anderen Worten verbraucht damit dieser Server mehr Energie als die gesamten Client-Computer zusammen.
Infolgedessen besteht die wirksamste Energiesparmaßnahme darin, den wirtschaftlichsten Server einzusetzen und die Energieverwaltungsfunktionen zu aktivieren; darüber hinaus könnte in kleinen und mittelgroßen Büros das Netzwerk so umgestaltet werden, dass dedizierte Server nicht mehr notwendig sind.
- Eine erste Maßnahme besteht beispielsweise in einer Dezentralisierung, wobei sämtliche Anwendungen auf die Client-Computer übertragen werden und die einzelnen Anwender ihre Backups mit Hilfe von CD-ROM- (650 Mb) oder DVD-Brennern (4.7 Gb) erstellen.
- Auch die Verwendung von Laptops anstatt Desktop-Client-Computern führt nicht nur zu Energieeinsparungen von 50-80%, sondern weist auch den Vorteil auf, dass Batterien einen perfekten Schutz gegen Kurzschlüsse und Spannungsschwankungen bieten; dadurch ist auch kein USV-System mehr erforderlich.
- Vernetzte Peripheriegeräte (z. B. Drucker, Modems usw.) machen einen Server überflüssig.
- Alternativ dazu kann eines der Client-Laptops, das sich permanent im Büro befindet (z.B. zur Nutzung durch Sekretärin), mit einem USB 2-Modem ausgestattet werden, sofern die Notstromfunktion benötigt wird.
- Es lohnt sich ebenfalls, die Nutzung einer zentralisierten Datenbank und eines Intranets einer kritischen Prüfung unterziehen. Beispielsweise sollte die Frage gestellt werden, ob diese wirklich erforderlich sind und Terminabsprachen nicht besser mündlich bzw. per Telefon oder E-Mail abgewickelt werden.
- Sofern eine zentrale Datenbank von Bedeutung ist (z. B. für Lagerverwaltung), sollte geklärt werden, ob diese wirklich intern verfügbar sein muss oder diese Aufgabe ggf. einem externen Serviceprovider übertragen werden kann. Neben anderen Vorteilen hat ein solcher Provider wesentlich mehr Möglichkeiten, um optimale Energieeinsparungen zu erzielen.
- Führen Sie sich das Schaubild vor Augen: Die Beispiele zeigen Ihnen, dass der Energiesparfaktor durch die Nutzung effizienter Netzwerke bis zu 10 betragen kann!!
USV
Notstromsysteme (USV), basierend auf gegebener Wärmeabstrahlung
| Typisches Notstromsystem für (USV-Daten) |
Power
[ kW] |
Energy use
[MWh/year] |
| Einzelplatz-PC (650 VA, 400W) |
0.008 |
0.07 |
| Kleiner Heim-Server (1000 VA, 400W) |
0.025 |
0.22 |
| Kleiner/mittelgroßer Server (3 kVA, 2.2kW) |
0.1 |
0.9 |
| Midrange Server (5 kA, 3.7 kW) |
0.3 |
2.7 |
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| Class A Data Center, Standard USV |
265 |
2320 |
| davon direkter Stromverbrauch |
200 |
1750 |
| davon Stromverbrauch für Klimaanlage |
65 |
570 |
| Class A Data Center, Hochleistungs-USV-Systeme |
152 |
1330 |
| davon direkter Stromverbrauch |
114 |
1000 |
| davon Stromverbrauch für Klimaanlagen |
38 |
330 |
1 kW= 1000 W, 1 MWh= 1000 kWh. Stromverbrauch für Klimaanlage Berechnung auf Grundlage von Datencentern.
Quelle Datencenter: TED Magazine, Jan. 2002, S. 35 ff.
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