ENERGY STAR
Kennzeichnung für Stromsparende Bürogeräte
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EU-Zahlen


Privathaushalte

Die Anschaffung der sparsamsten ENERGY STAR-Geräte ist eine wichtige Umweltschutzmaßnahme. Der Anteil von Bürogeräten am gesamten Stromverbrauch ist beträchtlich und steigt weiter an.

In Bezug auf Privathaushalte wurde im Rahmen des Europäischen Programms für den Klimawandel (ECCP) prognostiziert, dass die jährlichen Treibhausgasemissionen durch die Nutzung von Bürogeräten in den 15 EU-Mitgliedstaaten von 1 Mio. Tonnen im Jahre 1990 auf 29 Mio. Tonnen im Jahre 2010 ansteigen. Grund hierfür ist eine Zunahme des jährlichen EU-Stromverbrauchs von 2 TWh (1990) auf 64 TWh im Jahre 2010 (Schätzung). Dieser Zuwachs ist so hoch, dass hierdurch fast alle (erfolgreichen) Anstrengungen, die seit 1990 zur Reduzierung des Stromverbrauchs von Kühlschränken, Waschmaschinen, Beleuchtungskörpern usw. unternommen wurden, zunichte gemacht werden. Gleichwohl gelten diese Zahlen nur für die 15 EU-Mitgliedstaaten. Denn in einer erweiterten EU mit 25 Mitgliedstaaten wird die gegenwärtige Marktdurchdringung zwar niedriger, die Wachstumsrate bei Bürogeräten wahrscheinlich jedoch höher sein.

Im Jahre 2010 werden Bürogeräte (ohne Unterhaltungselektronik) am Stromverbrauch eines EU-Durchschnittshaushalts einen Anteil von etwa 8,9% aufweisen. Bei einem Strompreis von 0,10 EUR/kWh werden sich die durchschnittlichen Stromausgaben, die ein EU-Haushalt für Heimbürogeräte aufbringen muss, infolgedessen auf über 40 EUR jährlich belaufen. Die Gesamtausgaben aller Bürger aus den 15 Mitgliedstaaten für den Stromverbrauch von Heimbürogeräten werden fast 7 bis 8 Mia. EUR betragen.

Obwohl Bürogeräte (zumindest) in Privathaushalten mit Abstand den am schnellsten steigenden Stromverbrauch aufweisen, zählen sie zu den Produkten mit dem größten Energiesparpotenzial.

Mit entsprechenden Maßnahmen und Richtlinien liegt das Energiesparpotenzial von Bürogeräten bei über 50%. Laut ECCP könnte der Stromverbrauch auf 31 TWh pro Jahr gesenkt werden, was einem CO2-Ausstoß von 14 Mio. Tonnen pro Jahr entspräche. Dadurch könnten die Gesamtausgaben aller Bürger aus den 15 Mitgliedstaaten für den Stromverbrauch von Heimbürogeräten auf 4 Mia. EUR zurückgehen.


Dienstleistungssektor

Die Anschaffung der sparsamsten ENERGY STAR-konformen Geräte ist eine wichtige Umweltschutzmaßnahme. Der Anteil von Bürogeräten am gesamten Stromverbrauch des Dienstleistungssektors ist beträchtlich und steigt weiter an.

Bürogeräte EU-15

Quelle: ECCP 2nd Progress Report, Can we meet our Kyoto targets?, 2003.

Strom in TWh/Jahr

Privathaushalte

Dienstleistungen

Industrie

Total EU-15

1990

2

27

8

37

Prognose 2010

64

76

16

156

2010 bei Gegenmaßnahmen

31

34

8

73


CO2-Emissionen in Mio. Tonnen/Jahr

Privathaushalte

Dienstleistungen

Industrie

Total EU-15

1990

1

14

4

19

Prognose 2010

29

34

7

70

2010 bei Gegenmaßnahmen

14

15

4

33


Stromausgaben in Mia. EUR bei einem Strompreis von 0,10 EUR/kWh

Privathaushalte

Dienstleistungen

Industrie

Total EU-15

1990

0.2

2.7

0.8

3.7

Prognose 2010

6.4

7.6

1.6

15.6

2010 bei Gegenmaßnahmen

3.1

3.4

0.8

7.3

In Bezug auf den Dienstleistungssektor wird erwartet, dass die jährlichen CO2-Emissionen von 14 Mio. Tonnen im Jahre 1990 auf 34 Mio. Tonnen (Schätzung für 2010) ansteigen; dies entspricht einem Stromverbrauch von 27 (1990) und 76 TWh (Schätzung für 2010). Im Jahre 2010 werden Bürogeräte am gesamten Stromverbrauch des Dienstleistungssektors einen Anteil von 11,4% aufweisen. Zusätzlich wird die durch die Geräte verursachte Wärmeableitung die Kosten für die Raumklimatisierung in die Höhe treiben (2010 wird sich der gesamte Stromverbrauch für Klimaanlagen in der EU der 15 auf schätzungsweise 123 TWh pro Jahr belaufen). Bei einem Leistungskoeffizienten von 3 wären damit etwa 25 TWh erforderlich, um 76 TWh zu "kühlen". Dies ist jedoch nur im Sommer bzw. Frühling der Fall, infolgedessen würde der geschätzte Wert etwa bei 10-20 TWh bzw. 10% der Gesamtkosten für Klimatisierung liegen. Hierbei ist zu beachten, dass diese Zahlen nur für die 15 EU-Mitgliedstaaten gelten. Denn in einer erweiterten EU mit 25 Mitgliedstaaten wird die gegenwärtige Marktdurchdringung zwar geringer, die Wachstumsrate bei Bürogeräten aber umso höher sein.

Wird ein Strompreis von 0,10 EUR/kWh zugrundegelegt, belaufen sich die gesamten direkten (76 TWh) und indirekten (d.h. 14 TWh) Stromkosten für Bürogeräte aller Sektoren der EU der 15 im Jahre 2010 schätzungsweise auf 9 Milliarden Euro/Jahr.

Obwohl der Stromverbrauch von Bürogeräten (zumindest) auf dem Dienstleistungssektor schnell ansteigt, weisen solche Produkten das höchste Energiesparpotenzial auf. Bei entsprechenden Maßnahmen und Richtlinien kann der Stromverbrauch von Bürogeräten um über 50% gesenkt werden. Laut ECCP könnte der direkte Stromverbrauch des Dienstleistungssektors bis 2010 auf 34 TWh pro Jahr gesenkt werden, was einem CO2-Ausstoß von 15 Mio. Tonnen pro Jahr entspräche. Dadurch würden die gesamten Stromkosten aller Sektoren der EU der 15 (bei oben genanntem Strompreis von 0,10 EUR/kWh) auf 4 bis 5 Milliarden EUR sinken.

 

 


Stromverbrauch, Privathaushalte

Prognose 2010, EU-15 (%)